FKB setzt auf Strom: 10 neue e-GPUs am Baden-Airpark
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Leiser, sauberer, elektrisch: Der Baden-Airpark rüstet sein Vorfeld grundlegend um
Wer schon einmal früh morgens auf einem Flughafenvorfeld gestanden hat – ob als Passagier auf dem Weg zur Gangway oder als Beschäftigter im Bodenbereich – der kennt das charakteristische Dröhnen der Dieselaggregate, die unter den Tragflächen parkender Maschinen surrend vor sich hinlaufen. Dieses vertraute, aber wenig geliebte Geräusch wird am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB) künftig deutlich leiser: Der Baden-Airpark hat im April 2026 zehn neue vollelektrische Bodenstromaggregate in Betrieb genommen und damit einen spürbaren Schritt in Richtung emissionsfreier Flughafenbetrieb gemacht.
Was sind Bodenstromaggregate – und warum sind sie so wichtig? ⚡
Bevor ein Flugzeug wieder startet, steht es oft für geraume Zeit am Gate oder auf dem Vorfeld. In dieser Zeit benötigt die Maschine Strom – für die Klimaanlage, die Bordunterhaltung, die Cockpitinstrumente und die Beleuchtung. Normalerweise würde dafür das sogenannte Hilfstriebwerk (APU – Auxiliary Power Unit, also ein kleines Triebwerk im Heck des Flugzeugs) laufen. Das ist laut und verbraucht Kerosin. Eine deutlich umweltfreundlichere Alternative: Ein externes Bodenstromaggregat (Ground Power Unit / GPU) übernimmt die Stromversorgung vom Boden aus.
Herkömmliche GPUs laufen dabei mit Dieselmotor – sie stoßen also ebenfalls Abgase aus und erzeugen Lärm. Die neue Generation der elektrischen Bodenstromaggregate (e-GPUs oder Electric Ground Power Units) funktioniert dagegen mit aufgeladenen Batterien: kein Verbrennungsmotor, kein Abgas, deutlich weniger Lärm.
Vergleich: Diesel-GPU vs. elektrische e-GPU
| Merkmal | Diesel-GPU (herkömmlich) | e-GPU (elektrisch, neu) |
|---|---|---|
| Antriebsart | Dieselmotor | Batterie (vollelektrisch) |
| CO₂-Emissionen | Hoch (Verbrennung) | Deutlich reduziert (über 40 % weniger) |
| Lärmpegel | Hoch (Motorgeräusch) | Sehr gering |
| Abgase am Vorfeld | Ja (Stickoxide, Feinstaub) | Keine lokalen Abgase |
| Betriebskosten langfristig | Höher (Kraftstoffkosten) | Geringer (Strom, weniger Wartung) |
| Ladeinfrastruktur nötig | Nein | Ja (wird mitinstalliert) |
10 neue e-GPUs: Was der Baden-Airpark konkret umsetzt
Im März 2026 wurden am Verkehrsflughafen Karlsruhe / Baden-Baden (IATA-Code: FKB) insgesamt zehn vollelektrische Bodenstromaggregate inklusive der dazugehörigen Ladeinfrastruktur in Betrieb genommen. Die neuen e-GPUs ersetzen damit praktisch den gesamten bisherigen Bestand an dieselbetriebenen Aggregaten bei der Baden-Airpark GmbH.
Laut Herstellerangaben werden durch den Einsatz der e-GPUs im Vergleich zu konventionellen Diesel-GPUs mehr als 40 % CO₂ je Flugzeugumschlag eingespart. Unter „Flugzeugumschlag“ versteht man dabei den gesamten Abfertigungsvorgang eines Flugzeugs am Boden – also die Zeit zwischen Landung und erneutem Start, in der das Flugzeug mit Bordstrom versorgt, betankt, gereinigt, be- und entladen sowie neu besetzt wird.
Vorteile auf einen Blick
- 🌿 Über 40 % weniger CO₂-Ausstoß pro Flugzeugumschlag gegenüber Diesel-GPUs
- Keine lokalen Abgase mehr auf dem Vorfeld
- Deutlich geringere Lärmbelastung für Mitarbeitende und Passagiere
- Ersatz nahezu aller bisherigen Diesel-Aggregate am Standort
- Neue Ladeinfrastruktur wurde parallel mitinstalliert
Stimme aus dem Unternehmen 🗣️
Andreas Schweizer, Geschäftsführer der Baden-Airpark GmbH, betont die doppelte Wirkung der Investition: „Neben ein- und aussteigenden Passagieren profitieren auch unsere Mitarbeitenden auf dem Vorfeld von den neuen e-GPUs, da sie deutlich weniger Lärm und sonstigen Emissionen ausgesetzt sind. Darüber hinaus freuen wir uns, damit einen weiteren Schritt zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele am Baden-Airpark bewältigt zu haben.“
Diese Aussage macht deutlich: Nachhaltigkeit am Flughafen ist keine reine Marketingmaßnahme, sondern wirkt sich unmittelbar auf den Alltag der Menschen aus, die dort arbeiten – und indirekt auch auf die Qualität des Aufenthalts für Reisende.
Teil einer größeren Strategie: Der Fuhrpark wird elektrisch
Die neuen e-GPUs sind kein isoliertes Projekt, sondern eingebettet in eine umfassendere Elektrifizierungsstrategie des Baden-Airparks. Bereits heute sind am FKB die Mehrzahl der Gepäckförderbänder (auch „Dollies“ oder Gepäckschlepper) sowie die sogenannten Follow-Me-Fahrzeuge (Fahrzeuge, die Flugzeuge beim Rollen auf dem Vorfeld zur richtigen Position führen) mit reinem Elektroantrieb ausgestattet.
Der Flughafen verfolgt damit einen schrittweisen Ansatz, der den gesamten Bodenverkehr sukzessive von fossilen Brennstoffen auf elektrische Antriebe umstellt. Die e-GPUs sind dabei ein besonders sichtbarer und wirkungsvoller Baustein, da sie direkt an jedem Flugzeugabfertigungsvorgang beteiligt sind.
Übersicht: Bereits elektrifizierte Fahrzeuge und Geräte am FKB
| Fahrzeug-/Gerätekategorie | Status |
|---|---|
| Bodenstromaggregate (e-GPUs) | 10 neue Einheiten, seit März 2026 in Betrieb |
| Gepäckförderbänder am Flugzeug | Mehrheit bereits elektrisch |
| Follow-Me-Fahrzeuge | Bereits vollständig elektrisch |
| Übriger Fuhrpark | Schrittweise Umstellung im Gange |
Finanzierung: Bundesförderung macht das Projekt möglich 💶
Die Gesamtinvestition der Baden-Airpark GmbH beläuft sich auf über 1,5 Millionen Euro. Ein erheblicher Teil davon wird durch öffentliche Mittel gefördert: Das Bundesministerium für Verkehr unterstützt das Vorhaben im Rahmen der sogenannten „Bodenstrom-Richtlinie“ mit rund 573.000 Euro.
Die offizielle Bezeichnung des Förderprogramms lautet: „Förderung alternativer Technologien für die klima- und umweltfreundliche Versorgung von Luftfahrzeugen mit Bodenstrom an Flughäfen“. Das Programm wird von der NOW GmbH (Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie – koordiniert Förderprogramme im Bereich sauberer Mobilität) koordiniert; die Bewilligung der Förderanträge erfolgt durch die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV).
Finanzierungsübersicht
| Position | Betrag |
|---|---|
| Gesamtinvestition Baden-Airpark GmbH | über 1.500.000 € |
| Bundesförderung (Bodenstrom-Richtlinie, BMV) | ca. 573.000 € |
| Koordinierende Stelle | NOW GmbH |
| Bewilligende Behörde | Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) |
Gut zu wissen: Parken am Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden (FKB)
Wer von Karlsruhe oder Baden-Baden aus in die Ferien fliegt, denkt schon im Vorfeld ans Abstellen des Autos. Der FKB bietet dafür verschiedene Möglichkeiten – von der komfortablen Parkhalle direkt am Flughafen bis hin zu praktischen Park-&-Fly-Angeboten mit kurzem Transfer. Passend zum nachhaltigen Kurs des Flughafens lohnt es sich, die Parkoptionen frühzeitig zu vergleichen und zu buchen.
Parken am Airpark – Parkhalle Karlsruhe/Baden-Baden
Die Parkhalle direkt am Airpark ist die unkomplizierteste Lösung für alle, die ihr Fahrzeug möglichst flughafennah abstellen möchten. Schlüsselabgabe inklusive, bequemer Transfer zum Terminal. Fahrzeugdimensionen beachten: max. Höhe 2,00 m, max. Breite 2,20 m, max. Länge 5,50 m. Für Standardfahrzeuge die erste Wahl direkt vor Ort.
Taxi Bercan Park&Fly Parkplatz Karlsruhe/Baden-Baden
Wer kurze Wege schätzt und sein Auto in Hügelsheim in guten Händen wissen möchte, ist hier richtig. Mit Schlüsselabgabe und einer sehr kurzen Transferzeit zum FKB ist dieses Angebot besonders praktisch für frühe Abflüge. Auch größere PKW (bis max. 7,00 m Länge) können auf Anfrage untergebracht werden – ideal für SUV-Fahrer oder Familien mit großem Gepäck.
Last Minute Parking – Valet Parkplatz Karlsruhe/Baden-Baden
Der Name ist Programm: Wer erst spät bucht oder einfach maximalen Komfort möchte, übergibt sein Fahrzeug direkt am Terminal. Kein Suchen, kein Rangieren, kein langer Fußweg – einfach ankommen, Schlüssel übergeben, einchecken. Die Höhe des Fahrzeugs ist unbegrenzt, Breite bis 2,30 m, Länge bis 6,00 m; größere Fahrzeuge auf Anfrage möglich.
Das Wichtigste auf einen Blick ✅
- Was ist passiert? Der Baden-Airpark (FKB) hat zehn neue vollelektrische Bodenstromaggregate (e-GPUs) inkl. Ladeinfrastruktur in Betrieb genommen.
- Was sind e-GPUs? Batteriegespeiste Geräte, die am Boden den Strom für ein abgestelltes Flugzeug liefern – ohne Dieselmotor, ohne Abgase, mit weniger Lärm.
- Wie viel CO₂ wird eingespart? Über 40 % weniger CO₂ pro Flugzeugumschlag im Vergleich zu Diesel-GPUs.
- Wer profitiert? Passagiere (weniger Lärm, sauberere Luft), Vorfeld-Mitarbeitende (weniger Belastung) und die Umwelt.
- Wie viel kostet das? Über 1,5 Mio. € Gesamtinvestition, davon ca. 573.000 € Bundesförderung.
- Ist das ein Einzelprojekt? Nein – der Airpark stellt seinen gesamten Bodenfahrzeugpark schrittweise auf Elektroantrieb um.
- Parken am FKB: Drei empfohlene Parkoptionen stehen bereit – von der Parkhalle direkt am Airpark bis zum bequemen Valet-Service am Terminal.
Der FKB zeigt mit dieser Investition, dass Nachhaltigkeit am Flughafen weit über den Flugbetrieb hinausgeht – sie beginnt auf dem Vorfeld, in der Gepäckhalle und mit jedem einzelnen Fahrzeug, das dort seinen Dienst tut. Wer von hier aus in die Welt aufbricht, tut das künftig von einem Ort aus, der seinen ökologischen Fußabdruck ernsthaft im Blick hat.
Und dabei lohnt sich ein Gedanke, der auf Reisen eigentlich ganz selbstverständlich ist
Wenn wir in der Ferne ankommen – in einem fremden Land, einer anderen Stadt, einer unbekannten Kultur – dann sind wir auf die Freundlichkeit anderer angewiesen. Wir hoffen auf ein offenes Lächeln, auf Hilfsbereitschaft, auf das Gefühl, willkommen zu sein. Dieses Gefühl kennt jeder, der schon einmal verreist ist. Und weil wir es kennen, wissen wir auch: Es ist eines der schönsten Dinge überhaupt. Was wäre es, wenn wir genau das – dieses warme Willkommensgefühl – auch zuhause selbstverständlich weitergäben? Deutschland ist ein Land, das auf seine Ingenieursleistungen, seine Verlässlichkeit und seinen Ideenreichtum stolz sein kann. Echter Stolz zeigt sich nicht darin, die Tür zuzuhalten – sondern darin, sie aufzumachen. So wie wir auf Reisen gastlich empfangen werden möchten, können auch wir Gastgeber sein: in unserem Viertel, in unserer Stadt, an unserem Flughafen. Das ist keine Schwäche. Das ist das, was Deutschland wirklich stark und lebenswert macht.
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