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Starkes Wachstum in dynamischem Markt
Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden hat sich als wichtiger Regionalflughafen in Süddeutschland etabliert. Im Jahr 2024 zählte der FKB mehr als 1,8 Millionen Passagiere bei über 40.000 Flugbewegungen. Für 2025 ist das erklärte Ziel, erstmals die Schwelle von 2 Millionen Passagieren zu überschreiten. Dies ist besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass die deutschen Hauptverkehrsflughäfen im Jahr 2024 mit 199,5 Millionen Fluggästen insgesamt noch 12 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019 lagen.
Übrigens: Der Parkplatzklassiker am Airpark Baden-Baden:
Taxi Bercan Park&Fly Parkplatz Karlsruhe/Baden-Baden
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Ein ungewöhnliches Erbe mit weitreichenden Folgen
Die extensive Bewirtschaftung des Flughafengeländes durch die kanadischen Streitkräfte nach dem Zweiten Weltkrieg führte zu einer landesweit bedeutenden Artenvielfalt in diesem Gebiet. Die Übernahme durch die heutige Baden-Airpark GmbH sicherte den Erhalt dieser besonderen Landschaft, die mittlerweile verschiedenen Schutzgebietskategorien zugeordnet ist. Wo heute Flugzeuge starten und landen, existiert eine der artenreichsten Kulturlandschaften Baden-Württembergs.
Beeindruckende Dimensionen des Naturschutzes
Die Zahlen sprechen für sich: Das Hauptgelände liegt zu einem großen Teil im 28,5 Millionen Quadratmeter großen FFH-Gebiet „Rheinniederung und Hardtebene zwischen Lichtenau und Iffezheim" und gehört damit zum EU-weiten Schutzgebietsnetzwerk NATURA 2000. Dazu kommen weitere bemerkenswerte Flächen: Die Baden-Airpark GmbH erhält und pflegt das 2,1 Millionen Quadratmeter große Naturschutzgebiet „Stollhofener Platte" sowie dutzende Biotope. Hinzu kommen Ausgleichsflächen von 700.000 Quadratmetern auf der Gemarkung Sandweier und zusätzliche „Trittsteine" in Hügelsheim und Iffezheim.
Seltene Gäste auf dem Rollfeld
Besonders bemerkenswert: Die Schutzgebiete sind Heimat für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten, die vereinzelt als bundesweit vom Aussterben bedroht gelten, wie die Große Sandgängerbiene (Ammobates punctatus), den Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) oder das Kahle Ferkelkraut (Hypochoeris glabra). Ein Flughafen als letzter Zufluchtsort für Arten, die anderswo verschwunden sind – eine paradoxe, aber wirkungsvolle Konstellation.
Energiewende mit konkreten Erfolgen
Zwischen 2014 und 2018 wurde in den Energieaudits bereits eine CO2-Einsparung von 30 Prozent nachgewiesen. Die Verbesserung der Raumlufttechnik und der Beleuchtung im Terminal haben maßgeblich zu diesem ersten Erfolg beigetragen. Ein innovativer Ansatz findet sich bei der Wärmeversorgung: Die Energieversorgung des Terminals und weiterer Gebäude erfolgt CO2-neutral über Fernwärme aus naturbelassenem Grünschnitt vom Biomasse-Heizkraftwerk der BADEN AIRPARK Energie GmbH auf dem Gelände.
Pionierarbeit bei Fluglärmminderung
Im April 2015 war der Baden-Airpark der erste deutsche Regionalflughafen, der lärm- und emissionsabhängige Landeentgelte als Bestandteil der Flughafenentgeltordnung einführte. Das Prinzip ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Fluggesellschaften mit lärmintensiven Flugzeugen müssen deutlich höhere Entgelte entrichten als Airlines mit modernen Fliegern. Der Erfolg ist messbar: Ryanair und Wizz Air, die beiden größten Fluggesellschaften am Flughafen, setzen zunehmend moderne Flugzeuge ein, die rund 40 Prozent weniger Fluglärm verursachen als ältere Flugzeugmuster.
Innovative Technologie für weniger Emissionen
Seit 2009 verfügt der Flughafen über ein allwettertaugliches Instrumentenlandesystem, das Anflüge bei stark eingeschränkter Sicht ermöglicht. Seitdem sind Fehlanflüge mit lärmintensiven Durchstartmanövern, Warteschleifen im Luftraum und Umleitungen zu anderen Flughäfen deutlich zurückgegangen. Eine technische Lösung, die gleichzeitig Lärm, Emissionen und Stress reduziert.
Grüne Mobilität am Boden
Die Geräte und Fahrzeuge, die für die Flugzeugabfertigung unerlässlich sind, werden kontinuierlich auf Elektro- oder Hybridantriebe umgestellt. Dieselbetriebene Geräte und Fahrzeuge werden mittlerweile weitgehend mit GTL Fuel, einem synthetischen Kraftstoff, betankt und arbeiten durch Kompensierungsmaßnahmen des Kraftstofflieferanten fast schon klimaneutral.
Vielfältiges Streckennetz mit Fokus auf Südeuropa
Der Sommerflugplan 2025 umfasst 40 Destinationen mit 160 Abflügen pro Woche. Spanien bleibt mit neun Verbindungen das bevorzugte Ziel, dicht gefolgt von Italien mit sechs Verbindungen und Griechenland mit fünf Verbindungen. Im Winterflugplan 2025/2026 des FKB sind 35 Ziele definiert.
Die aktiven Airlines am Baden-Airpark sind:
Ryanair (Hauptcarrier): Fliegt unter anderem nach Gran Canaria, Sarajevo, Sevilla, Teneriffa-Süd, Thessaloniki, Agadir, Alicante, Barcelona-Girona, Bari, Dubrovnik, Faro, Fès, Korfu, London-Stansted, Mailand-Bergamo, Malaga, Palermo, Palma de Mallorca, Porto, Sofia, Stockholm, Tanger, Valencia, Zadar und Zagreb. Im Winterflugplan kommen neue Verbindungen nach Bukarest-Baneasa, Sarajevo und Trapani hinzu.
Wizz Air: Bedient etablierte Ziele wie Belgrad, Skopje, Timișoara, Tirana und Sibiu. Ab dem Winterflugplan 2025/2026 kommen Chișinău und Suceava als neue Destinationen hinzu.
Eurowings: Fliegt ab dem 30. März bis zu zweimal täglich nach Palma de Mallorca.
Corendon Airlines und Freebird Airlines: Beide türkischen Gesellschaften bedienen ab April Antalya.
Enter Air (im Auftrag von TUI): Führt Flüge nach Fuerteventura, Gran Canaria, Heraklion, Palma de Mallorca, Kos und Rhodos durch.
Das Ziel: Klimaneutralität bis 2045
Der Baden-Airpark zeigt eindrucksvoll, dass Luftverkehr und aktiver Naturschutz keine unvereinbaren Gegensätze sein müssen. Durch die einzigartige Geschichte des Geländes, innovative Technologien und wirtschaftliche Anreize für umweltfreundlicheres Verhalten entsteht ein Modell, das weit über die Region hinaus Vorbildcharakter haben könnte. Mit über 250 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist der Flughafen in seiner Doppelfunktion als Airport und Gewerbe-/Technologiestandort ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region.