GREENVOLT: Fraport macht Frankfurt grüner
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GREENVOLT am Flughafen Frankfurt: Wenn das Fliegen ein Stück sauberer wird
Wer regelmäßig am Flughafen Frankfurt unterwegs ist, erlebt eines der betriebsamsten Drehkreuze Europas – mit Tausenden Starts und Landungen, Hunderten von Bodenfahrzeugen und einer Infrastruktur, die rund um die Uhr läuft. Genau hier setzt die Fraport AG jetzt ein deutliches Zeichen: Mit dem EU-geförderten Projekt GREENVOLT wird der Frankfurter Airport bis Ende 2027 deutlich klimafreundlicher. Was steckt dahinter – und was bedeutet das für die Zukunft des Reisens?
Was ist GREENVOLT? Das Projekt im Überblick 🌱
GREENVOLT ist ein ambitioniertes Infrastrukturprojekt der Fraport AG, das konkret auf die Reduzierung von CO₂-Emissionen, Luftschadstoffen und Lärm am Flughafen Frankfurt abzielt. Die Europäische Union fördert das Vorhaben im Rahmen der Connecting Europe Facility (CEF) – einem EU-Förderprogramm für grenzüberschreitende Infrastruktur im Transportsektor – mit 2,55 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf 8,5 Millionen Euro.
Das Grant Agreement – also der formale Fördervertrag zwischen der EU und Fraport – wurde bereits unterzeichnet. Die Umsetzung läuft bis Ende 2027.
Die drei Säulen von GREENVOLT
- Ausbau der Bodenstromversorgung an neun Vorfeldpositionen
- 322 neue Ladepunkte für Elektrofahrzeuge auf dem gesamten Vorfeld
- Batteriespeicher im Süden des Flughafens zur Nutzung von Solarenergie
Bodenstrom: Warum abgeschaltete Hilfstriebwerke so wichtig sind ✈️
An neun Positionen auf dem Vorfeld – also dem Bereich, auf dem Flugzeuge nach der Landung abgestellt werden – baut Fraport die sogenannte Bodenstromversorgung aus. Das klingt technisch, hat aber eine sehr greifbare Wirkung: Flugzeuge benötigen am Boden Strom – für Klimaanlage, Beleuchtung, Elektronik und mehr. Normalerweise erzeugen sie diesen Strom durch das sogenannte Auxiliary Power Unit (APU), ein kleines Hilfstriebwerk, das Kerosin verbrennt.
Mit einer externen Bodenstromversorgung können Flugzeugcrews dieses Hilfstriebwerk bei geeigneten Witterungsbedingungen nach der Landung schlicht abschalten – und beziehen den benötigten Strom stattdessen aus dem Netz. Das reduziert den Kerosinverbrauch erheblich und senkt gleichzeitig Lärm und Schadstoffausstoß in unmittelbarer Umgebung des Flughafens.
322 neue Ladepunkte: Die Elektrifizierung des Vorfelds schreitet voran 🔌
Parallel zur Bodenstromversorgung installiert Fraport 322 neue Ladepunkte für elektrische Fahrzeuge – verteilt über das gesamte Vorfeldareal. Davon profitieren in erster Linie die Bodenverkehrsdienste (englisch: Ground Handling – also alle Unternehmen, die Flugzeuge am Boden betreuen, Gepäck verladen, Schlepper fahren und Cateringfahrzeuge steuern) sowie weitere auf dem Vorfeld tätige Firmen.
Statt diesel- oder benzinbetriebener Fahrzeuge können diese Unternehmen ihre Flotten künftig effizient elektrisch laden – direkt dort, wo sie eingesetzt werden. Das ist ein entscheidender Schritt zur vollständigen Elektrifizierung der Bodenlogistik an einem der größten Airports Europas.
Solarstrom speichern statt verschwenden: Der neue Batteriespeicher
Im Süden des Flughafens entsteht zusätzlich ein Batteriespeicher, der eng mit der bestehenden Photovoltaik-Anlage an der Startbahn West verknüpft ist. Solarstrom, der tagsüber erzeugt wird, aber nicht sofort verbraucht werden kann, wird hier zwischengespeichert und bei Bedarf flexibel abgerufen. So wird erneuerbare Energie intelligenter genutzt – und der Eigenversorgungsgrad des Flughafens mit grünem Strom erhöht.
Übersicht: Was GREENVOLT konkret bringt
| Maßnahme | Details | Wirkung |
|---|---|---|
| Bodenstromversorgung | Ausbau an 9 Vorfeldpositionen | Abschalten der APU möglich → weniger Kerosinverbrauch, weniger Lärm |
| Ladepunkte für E-Fahrzeuge | 322 neue Punkte, verteilt über das Vorfeld | Elektrifizierung der Bodenfahrzeuge, weniger CO₂ und Schadstoffe |
| Batteriespeicher Süd | Kopplung mit PV-Anlage Startbahn West | Flexiblere Nutzung von Solarstrom, höherer Eigenversorgungsgrad |
| EU-Förderung (CEF) | 2,55 Mio. Euro von 8,5 Mio. Euro Gesamtvolumen | Europäische Rückendeckung für nachhaltige Flughafeninfrastruktur |
| Umsetzungszeitraum | Bis Ende 2027 | Mittelfristige, strukturelle Transformation |
Das Klimaziel dahinter: Net Zero bis 2045
GREENVOLT ist kein Einzelprojekt, sondern Teil einer umfassenden Klimastrategie der Fraport AG. Der Konzern hat sich das Ziel gesetzt, an allen vollkonsolidierten Standorten bis spätestens 2045 den Status Net Zero zu erreichen – also vollständige Treibhausgasneutralität. Dabei werden nicht nur CO₂-Emissionen betrachtet, sondern alle klimarelevanten Treibhausgase (wie Methan, Lachgas u. a.) innerhalb der sogenannten Scopes 1 und 2:
- Scope 1: Direkte Emissionen, die aus eigenen Quellen des Unternehmens stammen (z. B. eigene Fahrzeuge, Heizanlagen)
- Scope 2: Indirekte Emissionen aus dem Bezug von Energie wie Strom oder Wärme
Dr. Jennifer Berz, Vice President Strategy & Sustainability der Fraport AG, bringt die Haltung des Unternehmens auf den Punkt: „Mit GREENVOLT setzen wir ein klares Zeichen für nachhaltige Innovation am Standort Frankfurt. Wir investieren gezielt in emissionsarme Technologien und treiben die Transformation unserer Infrastruktur voran.“
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Das Wichtigste auf einen Blick
- Fraport startet das EU-geförderte Projekt GREENVOLT am Flughafen Frankfurt mit einem Gesamtvolumen von 8,5 Millionen Euro – davon 2,55 Millionen Euro EU-Förderung aus der Connecting Europe Facility (CEF).
- An 9 Vorfeldpositionen wird die Bodenstromversorgung ausgebaut, damit Flugzeuge ihre kerosinschluckenden Hilfstriebwerke (APU) am Boden abschalten können.
- 322 neue Ladepunkte für Elektrofahrzeuge sorgen für eine saubere Bodenlogistik auf dem gesamten Vorfeld.
- Ein Batteriespeicher im Süden des Flughafens macht Solarstrom flexibel nutzbar.
- Das Projekt ist Teil des Fraport-Klimaziels: Net Zero bis 2045 an allen vollkonsolidierten Standorten.
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