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Frankfurter Flughafen setzt auf E-Schlepper: Elektro-Riesen fürs Vorfeld

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Condor Passagierflugzeug in blau-weißer EcoTow31-Lackierung am Gate, Schlepper verbindet Bugrad mit Bodenfahrzeug auf Flughafen- Vorfeld.
Condor-Passagierjet im Streifen-Look wird von EcoTow31 Schlepper am Gate geborgen.

Fraport bringt am Flughafen Frankfurt erstmals vollelektrische Flugzeugschlepper für große Passagiermaschinen auf das Vorfeld. Die Fahrzeuge vom Typ E-Phoenix des Herstellers Goldhofer können Flugzeuge bis zu einem maximalen Abfluggewicht von 352 Tonnen bewegen und laden dank Schnellladetechnik in rund 1,5 Stunden vollständig auf. Das Land Hessen unterstützt die Anschaffung im Rahmen seines Programms „Förderung der Elektromobilität“ mit Fördermitteln in Höhe von 171.700 Euro. Das Projekt trägt den Namen EcoTow und ist ein konkreter Baustein auf dem Weg von Fraport zu Net Zero bis spätestens 2045.

EcoTow: Was steckt hinter dem Projekt? ⚡

Wer am Flughafen Frankfurt auf sein Flugzeug wartet, bekommt selten mit, was sich in diesen Momenten auf dem Vorfeld abspielt. Riesige Maschinen werden zentimetergenau positioniert, aus engen Parkpositionen herausgedrückt und auf ihre nächste Route vorbereitet. All das übernehmen Spezialfahrzeuge, sogenannte Flugzeugschlepper. Lange Zeit liefen diese Fahrzeuge ausschließlich mit Dieselantrieb. Fraport ändert das nun grundlegend.

Unter dem Projektnamen EcoTow (HA-Projekt-Nr. 2026/25-135) schafft der Flughafenbetreiber erstmals vollelektrische Flugzeugschlepper für den Einsatz mit schweren Passagierflugzeugen an. Zwei Fahrzeuge des Modells E-Phoenix von Goldhofer sind bereits auf dem Vorfeld im Einsatz, ein weiteres ist bereits bestellt. Die Mehrkosten gegenüber einem vergleichbaren Dieselfahrzeug belaufen sich auf rund 700.000 Euro. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum beteiligt sich mit Fördermitteln in Höhe von 171.700 Euro daran.

Der Goldhofer E-Phoenix: Technik für die Extreme 🔋

EcoTow21 Flugzeugschlepper von Goldhofer mit Fraport-Branding beim Bugfahrwerk eines Linienflugzeugs am Flughafen, Nahaufnahme der Räder und Hydraulik
EcoTow21 Schlepper beim Rangieren unter Flugzeugnase am Terminal, Fraport-Branding sichtbar.

Einen Airbus A380 oder eine Boeing 777 aus ihrer Parkposition zu ziehen, ist keine alltägliche Aufgabe. Der Goldhofer E-Phoenix ist genau dafür gebaut. Als stangenloser Flugzeugschlepper packt er das Bugfahrwerk des Flugzeugs direkt und bewegt so die gesamte Maschine präzise und ohne eigenen Triebwerkseinsatz des Flugzeugs.

Technische Eckdaten des Goldhofer E-Phoenix auf einen Blick

MerkmalWert
AntriebVollelektrisch (Goldhofer „IonMaster“-Technologie)
Batteriekapazität240 Kilowattstunden
Ladezeit (Schnellladung)ca. 1,5 Stunden
Maximales Abfluggewicht (MTOW)bis 352 Tonnen
Kompatible FlugzeugtypenERJ170 bis Boeing 777 und vergleichbare Typen
BatteriesystemModular erweiterbar
Emissionen im BetriebNull (Zero Emission)

Besonders bemerkenswert ist das modular erweiterbare Batteriesystem. Je nach Einsatzprofil lässt sich die Batteriekapazität an die Anforderungen des jeweiligen Flughafens anpassen. Das macht den E-Phoenix zu einem echten Zukunftsfahrzeug, das nicht nur für Frankfurt, sondern auch für andere Standorte weltweit skalierbar ist.

Fraports Weg zu Net Zero: Mehr als ein Schlagwort 🌱

Hinter dem Projekt EcoTow steckt eine klare Strategie. Fraport hat sich das Ziel gesetzt, bis spätestens 2045 an allen vollkonsolidierten Konzerngesellschaften weltweit in den Scopes 1 und 2 den Status Net Zero zu erreichen. Scope 1 umfasst dabei direkte Emissionen, die aus eigenen Quellen des Unternehmens stammen, während Scope 2 die indirekten Emissionen aus dem zugekauften Energieverbrauch (vor allem Strom und Wärme) abdeckt.

Ein konkretes Zwischenziel auf diesem Weg ist die Reduktion der CO₂e-Emissionen am Flughafen Frankfurt bis 2030 auf 50.000 Tonnen. Elektromobilität ist dabei laut dem Fraport-Masterplan ein zentraler Hebel innerhalb eines Maßnahmenpakets mit insgesamt rund 2.000 Einzelmaßnahmen.

Was bedeutet das für den Alltag auf dem Vorfeld?

  • Knapp 800 E-Fahrzeuge der Fraport AG sind bereits auf dem Vorfeld im Einsatz.
  • Mit EcoTow werden erstmals auch schwere Spezialfahrzeuge für die Flugzeugabfertigung elektrifiziert.
  • Der Verzicht auf Diesel bei Flugzeugschleppern reduziert Lärm, Abgase und Betriebskosten langfristig.
  • Das Schnellladesystem ermöglicht kurze Standzeiten und hohe Verfügbarkeit im 24-Stunden-Betrieb.

Hessen investiert in die Elektromobilität der Zukunft

Flugzeugschlepper EcoTow11 am Jetway zieht Passagiermaschine mit sichtbarem Triebwerk auf Flughafenvorfeld
EcoTow11 schleppt Großraumjet sicher zur Parkposition am Terminal.

Das Land Hessen hat die Anschaffung der E-Phoenix-Schlepper aktiv begleitet und gefördert. Die Abwicklung erfolgt über die Innovationsförderung der landeseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft HA Hessen Agentur GmbH. Verkehrsminister Kaweh Mansoori erklärte dazu: Das Land unterstütze solche besonderen Projekte, um den Umstieg auf Elektromobilität auch bei schweren Nutzfahrzeugen wie Flugzeugschleppern voranzubringen. Wichtig sei dabei, dass Unternehmen mutig vorangehen und zeigen, dass die Technik auch bei besonders anspruchsvollen Einsätzen funktioniert. Wenn Elektromobilität dort funktioniert, sei das zugleich ein wichtiges Signal für die Technologiereife alternativer Antriebe.

Bereits im Jahr 2022 hatte das Land Hessen mit dem vorgelagerten Förderprojekt „Fast Charging 4 FRA“ den Ausbau von Schnellladepunkten auf dem Vorfeld mit 460.000 Euro unterstützt. Die Infrastruktur für die neuen E-Schlepper war damit bereits vorbereitet.

Übersicht der Förderprojekte im Zusammenhang mit EcoTow

ProjektFördersummeInhalt
Fast Charging 4 FRA (2022)460.000 EuroAusbau von Schnellladepunkten auf dem Vorfeld
EcoTow (HA-Projekt-Nr. 2026/25-135)171.700 EuroAnschaffung vollelektrischer Flugzeugschlepper (E-Phoenix)

Parken am Flughafen Frankfurt: Entspannt starten, entspannt ankommen 🅿️

Wer von Frankfurt abfliegt, weiß: Der Weg zum Gate beginnt schon zu Hause. Ein guter Parkplatz in der Nähe des Flughafens gehört zu den kleinen, aber entscheidenden Details, die einen Reisetag angenehm oder stressig machen. Passend zum wachsenden Umweltbewusstsein am Flughafen Frankfurt lohnt sich auch beim Parken ein Blick auf die Optionen. Hier sind drei empfehlenswerte Parkplätze in der Umgebung:

Fair Parken Parkplatz Frankfurt

Keine Schlüsselabgabe, kurze Transferzeit zum Flughafen und keine Höhenbeschränkung für Ihr Fahrzeug (max. Breite 2,50 m, max. Länge 5,00 m). Größere Fahrzeuge können auf Anfrage untergebracht werden. Ein unkomplizierter Einstieg in den Urlaub, ohne Umwege.

parkobello Parkhaus Neu-Isenburg

Das Parkhaus in Neu-Isenburg punktet mit kurzer Transferzeit zum Flughafen und dem Komfort, das Fahrzeug sicher im Parkhaus zu wissen. Keine Schlüsselabgabe erforderlich. Fahrzeugmaße bis 2,00 m Höhe, 2,35 m Breite und 5,20 m Länge sind problemlos möglich.

Mein-Flughafenparkplatz Frankfurt

Gelegen in Kelsterbach, bietet dieser Parkplatz ebenfalls keine Schlüsselabgabe und eine kurze Transferzeit. Mit einer max. Höhe von 1,90 m, Breite von 2,50 m und Länge von 5,50 m ist er auch für etwas größere Fahrzeuge geeignet. Praktisch für alle, die entspannt und ohne Hektik starten möchten.

Eine vollständige Übersicht aller verfügbaren Parkoptionen am Flughafen Frankfurt finden Sie auf den folgenden Seiten: Parken Flughafen Frankfurt, aufgeteilt nach Standorten wie Kelsterbach, Neu-Isenburg und Rüsselsheim.

Hotel am Flughafen Frankfurt: Übernachten vor dem Abflug 🛏️

Früher Abflug, langer Anreiseweg oder einfach ein entspannter Start ohne Morgenhetze: Ein Hotel direkt am Flughafen Frankfurt macht aus dem Reisetag einen echten Genuss. Drei besonders empfehlenswerte Häuser stellen wir Ihnen vor:

Steigenberger Airport Hotel Frankfurt

Das Frühstücksbuffet ist inklusive, der Shuttle-Transfer zum Flughafen dauert nur ca. 6 Minuten und ist im Preis inbegriffen. Wer möchte, entspannt vorher noch im Wellnessbereich mit Pool, Sauna und Dampfbad (täglich 6:00 bis 22:00 Uhr). Ein Lunchpaket ist ebenfalls vorab hinzubuchbar. Erstklassiger Komfort direkt vor dem Abflug.

Holiday Inn Frankfurt Airport – Neu-Isenburg

Inklusive individuellem 24-Stunden-Transfer zum Flughafen (Fahrzeit ca. 20 Minuten), Fitnessbereich, Sauna und Solarium. Ein Frühstück ist für 17 Euro pro Person zubuchbar, Kinder bis 12 Jahre übernachten kostenfrei. Parken auf dem Hotelparkplatz (auch in der Tiefgarage) ist bei Buchung mit der Option „Hotel mit Parken“ für den gesamten Reisezeitraum inklusive.

moxy Frankfurt Airport Kelsterbach

Das Frühstücksbuffet ist inklusive, der Shuttle-Transfer fährt alle 40 bis 60 Minuten und benötigt nur ca. 12 Minuten zum Flughafen. Die Bar ist rund um die Uhr geöffnet, der Fitnessbereich ebenfalls. Parken auf dem Hotelparkplatz ist bei der entsprechenden Buchungsoption inklusive. Ideal für alle, die es gerne modern, unkompliziert und trotzdem komfortabel mögen.

Alle Hotels am Flughafen Frankfurt mit Park-und-Fly-Optionen finden Sie im Überblick auf unserer Seite: Hotel Flughafen Frankfurt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Fraport setzt im Rahmen des Projekts EcoTow erstmals vollelektrische Flugzeugschlepper des Typs Goldhofer E-Phoenix auf dem Vorfeld des Flughafens Frankfurt ein.
  • Zwei Fahrzeuge sind bereits im Betrieb, ein drittes ist bestellt.
  • Die E-Phoenix-Schlepper verfügen über eine Batteriekapazität von 240 kWh und laden per Schnellladefunktion in ca. 1,5 Stunden voll auf.
  • Sie können Flugzeuge bis zu einem maximalen Abfluggewicht von 352 Tonnen bewegen, von der ERJ170 bis zur Boeing 777.
  • Das Land Hessen fördert die Anschaffung mit 171.700 Euro aus dem Programm „Förderung der Elektromobilität“.
  • Fraport verfolgt das Ziel, bis spätestens 2045 an allen vollkonsolidierten Standorten in den Scopes 1 und 2 Net Zero zu erreichen.
  • Ein wichtiges Zwischenziel ist die Reduktion der CO₂e-Emissionen am Flughafen Frankfurt bis 2030 auf 50.000 Tonnen.
  • Wer selbst am Flughafen Frankfurt startet, findet bei park-sleep-fly.net günstige Parkplätze und komfortable Hotels mit Park-und-Fly-Angeboten.

Fachbegriffe des Artikels kurz erklärt

Was ist ein stangenloser Flugzeugschlepper?

Ein stangenloser Flugzeugschlepper ist ein Spezialfahrzeug, das das Bugfahrwerk eines Flugzeugs direkt aufnimmt und einspannt, ohne eine separate Schleppstange zu verwenden, und so das gesamte Flugzeug präzise und schonend bewegen kann. Im Gegensatz zu klassischen Schleppfahrzeugen mit Stange ermöglicht diese Technik eine direktere Kraftübertragung, reduziert das Risiko von Beschädigungen am Bugfahrwerk und erlaubt enge Manöver auf dem Vorfeld.

Was bedeutet MTOW (Maximum Take-Off Weight)?

MTOW steht für Maximum Take-Off Weight, auf Deutsch maximales Abfluggewicht, und bezeichnet das höchste zulässige Gesamtgewicht eines Flugzeugs inklusive aller Passagiere, Fracht, Treibstoff und der Flugzeugstruktur selbst, bei dem ein Flugzeug laut Zulassung abheben darf. Der E-Phoenix von Goldhofer ist für Flugzeuge bis zu einem MTOW von 352 Tonnen ausgelegt, was ihn kompatibel mit nahezu allen gängigen Passagier- und Frachtflugzeugen am Markt macht.

Was sind Scope 1 und Scope 2 im Kontext von Net Zero?

Scope 1 und Scope 2 sind zwei der drei Kategorien, in die Treibhausgasemissionen nach dem international anerkannten Greenhouse Gas Protocol eingeteilt werden, um Klimaziele messbar und vergleichbar zu machen. Scope 1 umfasst alle direkten Emissionen, die aus Quellen entstehen, die ein Unternehmen selbst besitzt oder kontrolliert, zum Beispiel Verbrennungsmotoren auf dem eigenen Fahrzeugpark. Scope 2 erfasst indirekte Emissionen aus zugekauftem Strom, Wärme oder Dampf. Fraports Ziel, in diesen beiden Scopes bis 2045 Net Zero zu erreichen, bedeutet, dass sowohl der eigene Fahrzeugbetrieb als auch der Energieverbrauch des Flughafens vollständig klimaneutral gestaltet werden sollen.

Was ist Elektromobilität im Kontext von Flughafenbetrieb?

Elektromobilität im Kontext eines Flughafenbetriebs bezeichnet den systematischen Einsatz von Fahrzeugen und Geräten mit elektrischem Antrieb anstelle von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, mit dem Ziel, direkte CO₂-Emissionen und Luftschadstoffbelastungen auf dem Vorfeld zu reduzieren. Am Flughafen Frankfurt umfasst das neben Pkw und Nutzfahrzeugen nun auch schwere Spezialfahrzeuge wie Flugzeugschlepper, die bislang aufgrund ihrer hohen Leistungsanforderungen als schwer elektrifizierbar galten.

Was versteht man unter Net Zero?

Net Zero (deutsch: Netto-Null) bezeichnet einen Zustand, in dem ein Unternehmen, eine Organisation oder ein Land unter dem Strich keine zusätzlichen Treibhausgase in die Atmosphäre freisetzt, weil alle verbleibenden Emissionen durch gleichwertige Maßnahmen zur Emissionsreduktion oder -bindung ausgeglichen werden. Fraport strebt Net Zero in den Scopes 1 und 2 bis spätestens 2045 an, was bedeutet, dass sowohl der direkte Fahrzeug- und Anlagenbetrieb als auch der Energieeinkauf bis dahin vollständig klimaneutral gestaltet sein sollen.

Was ist das Goldhofer IonMaster-Technologiesystem?

Das Goldhofer IonMaster-System ist die proprietäre Antriebstechnologie des Fahrzeugherstellers Goldhofer, die speziell für den Einsatz in schweren Bodenfahrzeugen mit vollelektrischem Antrieb entwickelt wurde und eine modulare, erweiterbare Batteriestruktur mit leistungsstarken Elektromotoren kombiniert. Die Technologie ermöglicht es, Fahrzeuge wie den E-Phoenix individuell auf verschiedene Einsatzprofile und Flugzeugtypen zu konfigurieren, ohne dabei die Grundarchitektur des Fahrzeugs zu verändern.

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