easyJet: Neue Leichtbausitze für mehr Beinfreiheit ab 2028
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Mehr Platz, weniger Gewicht: easyJet setzt ab 2028 auf den Kestrel-Sitz
Wer kennt das nicht? Man quetscht sich in den Sitz einer Kurzstreckenmaschine, schiebt die Knie gegen die Vorderlehne und hofft, dass der Flug wenigstens pünktlich ist. easyJet hat diese alltägliche Reiseerfahrung offenbar sehr ernst genommen – und kündigt jetzt eine handfeste Verbesserung an, die ab 2028 spürbar werden soll: einen komplett neu entwickelten, ultraleichten Fluggastsitz 8ultra-lightweight next generation seats), der nicht nur mehr Beinfreiheit bietet, sondern auch dem Planeten etwas Gutes tut. ✈️
Der Kestrel-Sitz: Was steckt hinter dem Namen?

Der neue Sitz trägt den Namen Kestrel – benannt nach dem Turmfalken, einem der leichtesten und wendigsten Greifvögel Europas. Entwickelt wurde er vom britischen Spezialisten Mirus Aircraft Seating, einem auf Flugzeuginnenausstattung spezialisierten Hersteller. Der Kestrel-Sitz ist das Ergebnis intensiver Ingenieursarbeit mit einem klaren Ziel: maximale Leistung bei minimalem Gewicht.
Die wichtigsten technischen Merkmale im Überblick
- Über 20 % leichter als die derzeit von easyJet verwendeten Sitze – ein erheblicher Unterschied bei hunderten von Sitzen pro Flugzeug
- Bis zu 2 Zoll (ca. 5 cm) mehr Beinfreiheit für Passagiere – das klingt wenig, macht in der Praxis jedoch einen deutlich spürbaren Unterschied
- Robustes Design mit wartungsarmen und recyclebaren Materialien für eine längere Lebensdauer
- Geringerer Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus des Sitzes
Warum Sitzgewicht im Flugzeug so entscheidend ist
Für Nicht-Luftfahrt-Insider mag es überraschend klingen, dass das Gewicht einzelner Sitze überhaupt relevant ist. Doch in der Luftfahrt zählt jedes Kilogramm. Das Prinzip dahinter ist simpel: Je schwerer ein Flugzeug, desto mehr Treibstoff wird benötigt, um abzuheben und in der Luft zu bleiben. Bei einem Flugzeug wie dem Airbus A320neo (einem besonders treibstoffeffizienten Schmalrumpfflugzeug der modernen Generation) mit rund 180 Sitzen summiert sich eine Gewichtsersparnis von beispielsweise 2 kg pro Sitz auf 360 kg pro Maschine – und über eine ganze Flotte auf Tausende von Tonnen. 💡
Genau hier setzt der Kestrel-Sitz an: Durch das deutlich reduzierte Gewicht sinkt der Treibstoffverbrauch je Flug, was sich direkt auf den CO2-Ausstoß – also die bei der Verbrennung von Kerosin entstehenden Treibhausgase – auswirkt.
CO2-Einsparungen in beeindruckendem Ausmaß
easyJet gibt an, durch die Einführung des Kestrel-Sitzes jährlich rund 40.000 Tonnen CO2 einzusparen. Zum Vergleich: Eine Tonne CO2 entspricht etwa dem, was ein durchschnittlicher Europäer in sechs Wochen durch seinen gesamten Konsum und seine Aktivitäten verursacht. 40.000 Tonnen sind damit eine Größenordnung, die zeigt, dass technische Innovation im Kleinen – in diesem Fall: ein Sitz – große Wirkung entfalten kann.
Nachhaltigkeitsstrategie im Überblick
| Maßnahme | Wirkung |
|---|---|
| Gewichtsreduktion der Sitze um über 20 % | Geringerer Treibstoffverbrauch pro Flug |
| Einsatz recyclebarer Materialien | Reduzierter Ressourcenverbrauch am Ende der Lebensdauer |
| Wartungsarmes Design | Längere Lebensdauer, weniger Austausch und Abfall |
| Jährliche CO2-Einsparung | 40.000 Tonnen CO2 weniger pro Jahr |
237 neue Flugzeuge: easyJet plant groß
Die Einführung des Kestrel-Sitzes ist kein kleines Pilotprojekt – sie ist Teil einer umfangreichen Flottenerweiterung. easyJet hat insgesamt 237 neue Flugzeuge bestellt, die ab 2028 ausgeliefert werden. Dabei handelt es sich ausschließlich um Maschinen der Airbus A320neo- und A321neo-Familie.
Der Begriff neo steht für „New Engine Option“ – also Flugzeuge, die mit modernen, besonders treibstoffeffizienten Triebwerken ausgestattet sind. In Kombination mit dem neuen Kestrel-Sitz entsteht so eine Flotte, die sowohl in puncto Wirtschaftlichkeit als auch in Sachen Umweltbilanz auf dem neuesten Stand der Technik ist. easyJet wird damit laut eigenen Angaben die erste Airline weltweit sein, die den Kestrel-Sitz ab Werk in neue Airbus-Flugzeuge einbaut. 🏆
Die neue Flotte auf einen Blick
| Flugzeugtyp | Sitzklasse | Erstauslieferung | Bestellte Einheiten (gesamt) |
|---|---|---|---|
| Airbus A320neo | Economy (Schmalrumpf, Kurzstrecke) | ab 2028 | Teil der 237 Bestellungen |
| Airbus A321neo | Economy (größere Kapazität, Mittelstrecke) | ab 2028 | Teil der 237 Bestellungen |
Was bedeutet das konkret für Fluggäste?
Für all jene, die regelmäßig mit easyJet fliegen oder es vorhaben, sind die Nachrichten erfreulich. Ab 2028 wird die Erneuerung der Flotte schrittweise spürbar sein. Konkret bedeutet das: 🛫
- Spürbar mehr Beinfreiheit: Bis zu 5 cm zusätzlicher Abstand zur Vorderlehne – ein echter Komfortgewinn, besonders auf längeren Strecken oder für großgewachsene Passagiere
- Modernerer Sitzkomfort: Der Kestrel-Sitz wurde nicht nur leichter, sondern auch ergonomisch überarbeitet
- Langlebigkeit durch bessere Materialien: Weniger Verschleiß bedeutet seltener abgenutzte oder reparierte Sitze an Bord
- Gutes Gewissen inklusive: Wer mit einer der neuen Maschinen fliegt, tut das auf einem messbar umweltfreundlicheren Flugzeug
Ab wann profitiere ich als Passagier davon?
Da die neuen Sitze erst mit den Flugzeugauslieferungen ab 2028 eingebaut werden, gilt: Wer in den nächsten Jahren fliegt, wird zunächst noch auf der bestehenden Flotte unterwegs sein. Die Erneuerung wird ein schrittweiser Prozess sein, der sich über mehrere Jahre erstreckt – denn 237 Flugzeuge werden nicht über Nacht ausgeliefert. Wer also 2029 oder 2030 mit easyJet fliegt, hat gute Chancen, bereits in den Genuss der neuen Sitze zu kommen.
Mirus Aircraft Seating: Der Hersteller hinter dem Kestrel
Hinter dem Kestrel-Sitz steht das britische Unternehmen Mirus Aircraft Seating mit Sitz in Norfolk, England. Mirus hat sich seit seiner Gründung auf die Entwicklung und Produktion von Fluggastsitzen spezialisiert und gilt als einer der innovativsten Hersteller in diesem Nischensegment. Das Unternehmen setzt gezielt auf Leichtbauweise – also die Konstruktion von Bauteilen, die bei maximaler Stabilität ein möglichst geringes Gewicht aufweisen – und auf die Verwendung von Materialien, die sich am Ende ihres Lebenszyklus wiederverwerten lassen. Der Kestrel-Sitz ist das bislang ambitionierteste Produkt des Unternehmens und könnte, wenn er sich bei easyJet bewährt, zum neuen Industriestandard werden.
Parken am Flughafen: Gut vorbereitet zum easyJet-Abflug
Ob mit den neuen Kestrel-Sitzen oder der bewährten Bestandsflotte – wer mit easyJet in den Urlaub startet, denkt rechtzeitig auch an die An- und Abreise zum Flughafen. Parken am Flughafen kann je nach Standort teuer und aufwendig werden. Auf park-sleep-fly.net finden Sie bequem und übersichtlich alle Parkmöglichkeiten und Flughafenhotels für Ihren Abflughafen – damit der Urlaub entspannt beginnt, bevor Sie überhaupt an Bord gehen. 🅿️
- Alle Parkplätze an deutschen und europäischen Flughäfen
- Alle Flughafenhotels mit parken in Deutschland und angrenzenden Ländern im Überblick
Das Wichtigste auf einen Blick
- easyJet führt ab 2028 den neuen Kestrel-Sitz von Mirus Aircraft Seating ein
- Der Sitz ist über 20 % leichter als die aktuell verwendeten Modelle
- Passagiere profitieren von bis zu 2 Zoll (ca. 5 cm) mehr Beinfreiheit
- Die Airline spart damit jährlich rund 40.000 Tonnen CO2 ein
- Insgesamt werden 237 neue Airbus A320neo- und A321neo-Maschinen mit dem Kestrel-Sitz ausgestattet
- easyJet ist weltweit die erste Airline, die diesen Sitz ab Werk verbaut
- Das Design setzt auf recyclierbare, wartungsarme Materialien für eine längere Lebensdauer
Was easyJet hier anstößt, zeigt, dass Komfort und Klimaverantwortung kein Widerspruch sein müssen. Mit jedem Kilogramm, das gespart wird, und jedem Zentimeter, der dazugewonnen wird, wird die Reiseerfahrung ein bisschen besser. Bis 2028 ist noch etwas Zeit – aber die Vorfreude darf ruhig schon beginnen.
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